Um den Unterschied zwischen digitaler und herkömmlicher analoger Rundfunktechnik zu verdeutlichen, macht es Sinn, erst einmal ihre grundsätzliche Gemeinsamkeit klar zu stellen.
Sowohl die analoge, als auch die digitale Rundfunktechnik nutzen elektromagnetische Wellen (Radiowellen) für die Übertragung von Sendern und deren Programmen. Am geläufigsten ist uns das beim Radioempfang. Wenn wir einen Sender am Radio einstellen, dann wählen wir eine bestimmte Frequenz zumeist im Ultrakurzwellenbereich aus oder – besser gesagt – eine UKW-Frequenz, auf der unser Lieblingssender ausgestrahlt wird. Wer das schon einmal getan hat, der hat meist auch schon die Erfahrung gemacht, dass oft viele verschiedene Radioprogramme auf sehr nah beieinander liegenden UKW-Frequenzen zu empfangen sind. Im schlimmsten Fall liegen sie so nah beieinander, dass sie sich gegenseitig stören, was den klaren Empfang beeinträchtigt.
Viele Radios lassen sich neben UKW auch auf den Empfang von Langwellen und Kurzwellen umstellen. Auch in diesen Bereichen gibt es wiederum eine Vielzahl auswählbarer Frequenzen.
Fernsehsignale werden wiederum in ganz anderen Bereichen gesendet, nämlich üblicherweise auf UHF (Ultra High Frequencies) und VHF (Very High Frequencies).
Egal ob Radio oder Fernsehen und egal auf welcher Frequenz: in der analogen Rundfunkwelt haben wir gelernt, dass ein Programm eine bestimmte Frequenz oder Kanalnummer hat und dass diese am Radio oder Fernseher eingestellt werden muss, wenn man das Programm empfangen möchte.
Damit der Fernseher ein ruckelfreies, farbiges Bild und ein guten Ton aus den empfangenen Signalen herstellen kann, müssen gewaltige Informationsmengen in kürzester Zeit über den Fernsehkanal transportiert werden. Damit ist ein solcher Kanal in seiner Transportfähigkeit praktisch ausgelastet.
Bei digitalisierten Rundfunksignalen ist das anders! Hier kann über einen einzigen Kanal viel mehr als nur ein Programm transportiert werden. Beim digitalen Antennenfernsehen können das in etwa drei bis vier Programme sein, beim digitalen Radio 20 Programme oder mehr.