Ein weit verbreitetes Missverständnis ist die Annahme, digital sei gleichbedeutend mit HDTV. "Normales" Digital-Fernsehen basiert jedoch ebenso auf dem PAL-Standard, wie das bisherige analoge Fernsehen. Es gibt also nicht mehr Bild-Zeilen und Linien her. HDTV dagegen ist ein Sammelbegriff für neue TV-Standards, denen gemeinsam ist, dass sie allesamt hochauflösendere Bilder als PAL bieten (ca. zweimal bis zu fünfmal so hoch) und grundsätzlich im Bildformat 16:9 daherkommen.
HDTV ist nur in der digitalen Fernsehwelt möglich und auf mittlere bis lange Sicht den Verbreitungswegen Satellit und Kabel vorbehalten. Die Datenmenge, die für die Darstellung eines HDTV-Bildes im 16:9-Breitbildformat benötigt wird, ist so groß, dass man beim digitalen Antennenfernsehen etwa zwei von drei Fernsehprogrammen aus einem Kanal entfernen müsste, um das verbleibende dritte Fernsehprogramm in HDTV-Qualität ausstrahlen zu können.
Voraussetzung für den Empfang von HDTV sind HD-fähige Empfangsgeräte (Set-Top-Boxen) und Bildschirme oder Projektoren mit dem HD ready-Logo.
Eine weitere Voraussetzung ist, dass das jeweilige Programm auch tatsächlich in HD ausgestrahlt wird. Zum Teil bieten die bekannten TV-Programme nur einzelne Sendungen in echter HD-Qualität an.
Seit Juni 2008 strahlt der Österreichische Rundfunk (ORF) ein spezielles HD Programm über den Satelliten Astra und die digitalen Kabelnetze aus. Nähere Informationen dazu finden Sie auf unseren Themenseiten zu HDTV. Die Ausstrahlung der deutschen Programme ProSieben HD und Sat.1 HD über den Satelliten Astra, wurde am 16.02.2008 eingestellt. Das Unternehmen begründet die Einstellung damit, dass die Benutzerzahlen zu niedrig gewesen seien. Ein Relaunch ist vorerst im Jahr 2010 geplant, wenn ARD und ZDF beginnen, ihre Programme in High Definition auszustrahlen. Angaben der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands, ARD und ZDF, zufolge ist für den Start der HD-Übertragung Februar 2010 anvisiert.
Premiere hält drei HD-Spartenkanäle bereit.