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Programmvielfalt

70, 100 oder weit mehr als 200 Fernsehprogramme, den allergrößten Teil davon unverschlüsselt, noch einmal so viele Radioprogramme: die Übertragung von digitalisierten Rundfunksignalen über Satellit und Kabel bietet dem Konsumenten eine erstaunliche Vielfalt.

 

Eine häufige Reaktion darauf lautet allerdings: „Wer soll das alles schauen?“ Die Frage ist nicht ganz unberechtigt, trifft aber nicht den Kern der Sache. Eine der großen Stärken einer solchen Programmvielfalt liegt darin, dass TV-Angebote verfügbar werden, für die in der Welt der herkömmlichen, analogen Übertragung einfach kein Platz ist. So können besondere Interessen bedient werden. Wem bisher Sportberichte zu Eishockey, Basketball oder ausländischen Fußball-Ligen viel zu selten sind, wer fremdsprachliche TV-Programme vermisst oder gern mehr Reportagen und Dokumentationen sehen würde, der wird im digitalen Programmbouquet sicher fündig. Aber natürlich ist Digital-TV kein reines Sport- und Bildungsangebot. Auch im Bereich der Unterhaltung finden sich eine ganze Reihe neuer Angebote für alle Altersgruppen – auch solche, die nur für Erwachsene geeignet sind.

 

Mehr freies Fernsehen, aber auch Pay-TV

Durch die Digitalisierung der Übertragungswege können auf einem TV-Kanal mehrere Programme übertragen werden. Beim analogen Fernsehen ist ein TV-Kanal nur für ein Programm verwendbar. Beim digitalen Antennenfernsehen  kann ein TV-Kanal etwa vier Programme in guter Qualität transportieren, digitales Kabelfernsehen kann etwa acht Programme über einen Kanal leiten, digitales Satellitenfernsehen bringt bis zu 12 Programme pro Kanal zum Empfänger. Dadurch werden viele TV-Kanäle frei, auf denen nun wiederum eine Vielzahl neuer TV-Programme transportiert werden können. In Kombination mit digitalen Verschlüsselungssystemen ist so Platz und Technik gegeben, um abseits der frei empfangbaren TV-Programme auch zusätzliche Programme zu übertragen, die nur gegen ein Entgeld vom Zuseher empfangen werden können. Dazu erhält der zahlenden Kunde in der Regel eine Entschlüsselungskarte, die in das Empfangsgerät eingeschoben wird. 

 

Die Satellitenbetreiber SES Astra und Eutelsat veröffentlichen Listen der von Ihnen verbreiteten Programme im Internet. Auch die Kabelnetzbetreiber halten üblicherweise einen solchen Überblick im Internet für Sie bereit oder werden Ihnen gern Informationsmaterial zusenden. So können Sie überprüfen, wer für Sie das Richtige bietet, bevor Sie sich für eine digitale Empfangsart entscheiden.

 

Sechs Programme über DVB-T

Das digitale Antennenfernsehen wird eine derartige Programmvielfalt, wie sie im Kabel oder über Satellit zu bekommen ist, zunächst nicht anbieten können. Dennoch kann digitales Antennenfernsehen genau die richtige Wahl sein. Schon seit Oktober 2007, also nur wenige Monate nach Einführung des digitalen Antennenfernsehens, können Bewohner der österreichischen Ballungsräume – und damit für 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung – auch über Antenne drei weitere Fernsehprogramme empfangen. Folgende Fernsehprogramme können im Moment via DVB-T empfangen werden:

 

ORF 1, ORF 2, ATV, Puls 4, 3Sat und ORF Sport Plus.