Direkt zum Inhalt Direkt zum Inhalt Direkt zur rechten Spalte Direkt zum Footer

Einführung zu IP-TV

Eine der wichtigsten Information zum Thema IP-TV dürfte sein, dass IP-TV NICHT gleichbedeutend mit Internet-Fernsehen ist.

 

Vielfach wird angenommen, IP-TV sei eine Möglichkeit, Fernsehprogramme oder Video-Clips über das Internet am Computerbildschirm zu schauen. Tatsächlich gibt es solche Angebote und sie werden gelegentlich sogar als IP-TV bezeichnet. Dabei besucht der Nutzer eine Internetseite, klickt auf ein darauf befindliches Videoangebot und sieht dann einen Videostream. Das aber ist streng genommen Internet-TV.

 

Das heute üblicherweise mit dem Begriff IP-TV bezeichnete Angebot kommt in der Regel nicht über das freie Internet in den Haushalt. Es wird zumeist von großen Telefongesellschaften über deren Telefonnetz verbreitet. IP steht dabei für Internet Protocol und ist lediglich eine Übertragungstechnologie, die auch im Internet verwendet wird. Bei IP-TV dient die Übertragungstechnologie IP zum Transport digitaler Video- und Audiodateien an Endgeräte, die IP-Signale "verstehen". Darüber hinaus unterscheidet sich IP-TV kaum von dem, was auch die "klassischen" Kabelnetzbetreiber für ihre Digital-Kunden bereit halten: Zahlreiche TV-Programme von ATV über ORF bis ServusTV, aber auch Spielfilme, Dokumentationen oder Serien auf Abruf.

IP-TV wird dabei ganz normal am Fernsehbildschirm geschaut und man benötigt - wie bei anderen Formen des digitalen Fernsehempfangs - eine Set-Top-Box. In diesem Fall spricht man dann von einem IP-Receiver.

 

Fernsehen auf Basis des Internet Protocol hat sich neben herkömmlichem Kabel, Satellit und Antennenfernsehen als vierte Fernseh-Empfangsform etabliert. "A1 TV" - das IP-TV der A1 Telekom Austria - verzeichnete im September 2013 immerhin 225.000 Teilnehmer.  

 

Die IP-TV-Box wird an den Telefonanschluss gehängt. Voraussetzung dafür ist, dass der Haushalt an das Breitbandnetz des Telefonanbieters angeschlossen ist oder angeschlossen werden kann. Über diese Breitbandnetze bieten die Telefongesellschaften auch ihre besonders schnellen Internetzugänge an. Da also schnelles Internet und IP-TV über dieselben Leitungen transportiert werden, entsteht oft das Missverständnis, IP-TV sei Internet-TV.