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Einführung zum digitalen Kabelfernsehen

Rund 42 Prozent der österreichischen Haushalte, also gut 1,4 Millionen, haben sich für Kabelfernsehen entschieden. In fast allen städtischen Gebieten, verbreitet aber auch in ländlicheren Gemeinden, gibt es jeweils einen Anbieter von Kabelfernsehen, der über sein in der Erde verlegtes Kabelnetz Fernsehprogramme und andere Angebote direkt in die angeschlossenen Haushalte liefert.

 

Die Gründe für die hohe Popularität des Kabelfernsehens liegen auf der Hand: nicht nur die relativ große Sendervielfalt und leichte Bedienbarkeit machen das Kabelfernsehen zu einem interessanten Produkt. Auch der Umstand, dass von den Betreibern meist über denselben Kabelanschluss ein schneller Internet-Zugang und Festnetztelefonie angeboten werden, wird von den Konsumenten vielfach als sehr praktisch bewertet.

 

Städtische Gebiete haben höchste Dichte von Kabelanschlüssen

Die höchste Nutzungsdichte für das Kabel findet sich insbesondere in Österreichs Ballungsräumen und städtischen Gemeinden. Je weiter man sich von solchen größeren oder kleineren Ballungsräumen entfernt, desto seltener steht ein Kabelnetz zur Verfügung, da der Ausbau teuer und nur schlecht refinanzierbar ist, je weniger Haushalte angeschlossen werden können.

 

Unterschiedliche Übertragungsstandards für digitales Kabelfernsehen

Die Verwendung festgelegter Standards für die Übertragung von Daten, ist in der digitalen Welt unverzichtbar. Standards dienen dazu, dass Sende- und Empfangsgeräte "die gleiche Sprache" sprechen und sich somit "verstehen" können. Nur so kann auch die Industrie Geräte herstellen, die der Konsument mit Vertrauen auf deren Funktionsfähigkeit erwerben kann. Und nur so ist auch ein Wettbewerb im Handel unter den Anbietern von Endgeräten zugunsten des Konsumenten möglich.

 

DVB-C ist der in Europa am weitesten verbreitete Übertragungs-Standard für digitales Kabelfernsehen (DVB-C). In Österreich wird jedoch nicht von allen Kabelanbietern DVB-C für die Übertragung von Video-, Audio- und Zusatzangeboten verwendet. Vor allem die UPC hat hierfür einen eigenen Übertragungsstandard entwickelt. Somit sind Kunden der UPC darauf angewiesen, Empfangsgeräte (Set-Top-Boxen) für einen digitalen Kabel-Anschluss der UPC auch direkt über die UPC zu beziehen.

Zunehmend sind im Handel auch bereits Fernsehgeräte mit integriertem Empfangsteil für digitales Kabelfernsehen erhältlich. Da diese Geräte aber ebenfalls für den Standard DVB-C ausgelegt sind, müssen Digital-Kunden der UPC dennoch eine Set-Top-Box bei der UPC erwerben.

 

Allerdings ist auch bei Kabelanbietern, die DVB-C als Übertragungs-Standard für digitales Fernsehen verwenden, zu beachten, dass an das DVB-C-Empfangsgerät (die Set-Top-Box) unter Umständen besondere Anforderungen gestellt werden, um das vom Kabelanbieter verbreitete Angebot im vollen Umfang nutzen zu können. Insofern ist es auch hier nicht ratsam, ein DVB-C-Empfangsgerät einfach im Handel zu erwerben, ohne sich vorerst mit dem Kabelanbieter abgestimmt zu haben.

Dies betrifft zumeist die Thematik der Verschlüsselung, die entweder für das gesamte Programmangebot oder für bestimmte Pay-TV-Angebote zum Einsatz kommt. Hier ist darauf zu achten, dass die Set-Top-Box das notwendige Entschlüsselungsprogramm bereits enthalten muss, oder dass die Möglichkeit gegeben sein muss, das geeignete Entschlüsselungs-Programm mit Hilfe kleiner Zusatzgeräte (Module) nachträglich in die Set-Top-Box einzuschieben. Kabelanbieter geben hierzu natürlich Auskunft, empfehlen aber meist vorzugsweise den Erwerb der von ihnen selbst angebotenen Endgeräte. Meist ist das nicht notwendig, muss aber auch keinen Nachteil bedeuten.

 

Digitaler Fernsehempfang im Kabel noch schwach ausgeprägt

Digitales Kabelfernsehen wird vielerorts schon seit einigen Jahren angeboten. Dennoch nutzen bisher nur etwa 15% aller Kabelhaushalte digitales Fernsehen. Es ist anzunehmen, dass die Digitalisierung der Kabelnetze deshalb eher zögerlich voranschreitet, weil das Kabelfernsehen auch in seiner analogen Form eine von vielen Konsumenten als ausreichend empfundene Programmvielfalt bietet, ohne dass dazu eine weitere Zusatzausstattung wie eine Set-Top-Box nötig wäre. Da zudem oft auch angenommen wird, die digitalen Kabelanschlüsse seien mit einer höheren monatlichen Gebühr verbunden, erscheint den Konsumenten die Auswahl unter mehr als 30 TV-Programmen im analogen Kabel als ausreichend. Dabei haben sich viele Kabelanbieter bereits darauf besonnen, ihre digitalen Kabelanschlüsse zu gleichen oder nahezu gleichen Konditionen anzubieten, wie die analogen Anschlüsse, sodass für den Kunden nur die Anschaffungskosten für die Set-Top-Box anfallen. Mehrkosten schlagen dann nur noch zu Buche, wenn sich der Kunde für zusätzliche Programmpakete entscheidet (meist werbefreie Spartenkanäle aus den Themenbereichen Spielfilm, Sport, Dokumentation, Unterhaltung für Erwachsene), die erst durch die digitale Übertragungstechnik angeboten werden können. Allerdings sind die Angebote und Preise teilweise so unterschiedlich, dass hier keine generelle Auskunft über die Preise für digitales Kabelfernsehen gegeben werden können. Ihr Kabelanbieter wird Sie aber sicher gern ausführlich und unverbindlich informieren.

 

Nicht alle Kabelnetzbetreiber sind technisch so ausgestattet, dass sie digitales Kabelfernsehen anbieten können. Die überwiegende Anzahl der Betreiber aber kann ihre Kunden bereits digital versorgen.

 

Digitales Kabel bietet große Programmvielfalt und volle Interaktivität

Das digitale Angebot variiert von Netzanbieter zu Netzanbieter. Allen gemeinsam ist, dass die Programmvielfalt gegenüber den analogen Kabelanschlüssen deutlich größer ist. Die Anzahl der digital empfangbaren TV-Programme kann sich aber von Anbieter zu Anbieter gut und gern um 30, 40 oder mehr Sender unterscheiden.


Neben den zusätzlichen Fernsehprogrammen bieten Kabelnetze auch andere Zusatzdienste wie Breitband-Internet oder Festnetz-Telefondienste.

 

Auch Videospiele oder virtuelle Videotheken (Video-on-demand) gehören häufig zum Leistungsumfang digitaler Kabelanschlüsse. Zu deren Abruf wird oft bereits die Eigenschaft des Kabels genutzt, Programme, Informationen und Daten allgemein in zwei Richtungen senden zu können: vom Kabelbetreier zum Kunden - und umgekehrt! Somit besteht die Möglichkeit zur interaktiven Kommunikation zwischen Konsument und Kabelbetreiber oder auch zwischen Konsument und Fernsehsender.