Das über Antenne empfangbare Fernsehen wurde in Österreich seit Herbst 2006 schrittweise von Region zu Region digitalisiert und ist seit 07. Juni 2011 nur noch digital empfangbar. Der Kurzbegriff DVB-T bezeichnet die dafür verwendete Übetragungstechnologie, hat sich aber auch als allge-meine Bezeichnung für das digitale Antennenfernsehen durchgesetzt.
Folgende Programme sind in den österreichischen Ballungsräumen und damit für rund 90% der Bevölkerung digital über eine Dach- oder Zimmerantenne zu empfangen:
ORF eins, ORF 2, ATV, Puls 4, 3Sat, ORF Sport +, ServusTV und mit Ende Oktober 2011 auch ORF III Kultur und Information.
Die Programme ORF eins, ORF 2 und ATV haben eine höhere technische Reichweite und sind für rund 98% der Bevölkerung empfangbar.
Darüber hinaus sind zusätzlich in einigen Regionen Österreichs lokale TV-Programme über DVB-T empfangbar.
Vor der Digitalisierung des Antennenfernsehens waren nur ORF eins, ORF 2 und ATV über eine Dach- oder Zimmerantenne empfangbar. ATV erreichte dabei nur eine technische Reichweite von circa 70% der Bevölkerung.
Während das bis zum Jahr 2006 ausschließlich verfügbare, analoge Antennenfernsehen für jedes Programm einen eigenen Rundfunkkanal benötigte, können beim digitalen Antennenfernsehen bis zu fünf Programme in guter Qualität auf einem Kanal übertragen werden.
Die Video- und Tonsignale eines TV-Programms werden dazu in digitale Daten umgewandelt und dann noch einmal komprimiert. Die daraus entstehende digitale Datenmenge benötigt nur noch etwa ein Viertel der Transportkapazität eines analogen TV-Programms, ohne dass dabei Einschränkungen in der Bildqualität hingenommen werden müssen. Also bleibt noch genug Platz für die Übertragung weiterer, komprimierter Fernsehprogramme auf dem gleichen Kanal. Das digitale Empfangsgerät (eine Set-Top-Box oder ein Fernseher mit integriertem DVB-T-Empfänger) entbündelt die digitalen Daten aus dem Rundfunkkanal und ordnet sie so, dass daraus wieder die einzelnen Fernseh-programme werden.
Für das Antennenfernsehen in Österreich ist diese viel effizientere Ausnutzung der nur begrenzt zur Verfügung stehenden TV-Kanäle ein großer Vorteil. Aufgrund seiner geografischen Lage in Europa und der relativ kleinen Fläche des Staatsgebietes, bedarf es einer sehr genauen Abstimmung mit den Nachbarländern darüber, wer wo welche Kanäle für die Verbreitung von Antennenfernsehen nutzt. So bleiben für Österreich und seine Nachbarn jeweils nicht sehr viele nutzbare TV-Kanäle übrig. Seitdem über die österreichischen Kanäle mehr als nur jeweils ein Fernsehprogramm ausgestrahlt werden kann, wurde damit der Weg zu mehr Programmvielfalt auch beim Antennenfernsehen geöffnet.

Die Landkarte färbt sich dunkel-, mittel- oder hellblau oder weiß. Die Blautöne bedeuten: DVB-T Empfang mit Zimmer-, Außen- oder Dachantenne möglich. Weiß bedeutet, dass DVB-T erst später verfügbar wird.
Hier geht´s zur Landkarte auf www.dvb-t.at: