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Einführung zu Handy-TV

Das Thema „Fernsehen auf dem Handy“ erfreut sich schon seit längerem einer großen Aufmerksamkeit in den Medien. Mit Mobiltelefonen können ohnehin schon Fotos aufgenommen, Internet-Seiten aufgerufen, die Lieblings-Hits von daheim gehört und Radiosendungen verfolgt werden. Mit dem Fernsehen wird das Handy endgültig zum Multimedia-Center für die Hosentasche.

 

Zwar gibt es TV-Angebote für das Handy schon länger, doch haben die mit „echtem Fernsehen“ im Sinne von Rundfunk noch wenig zu tun oder sind bestenfalls ähnlich, da eine individuelle Datenübertragungs-Verbindung zwischen Anbieter und Konsument hergestellt werden muss. Für den Empfang benötigt der Konsument ein UMTS-fähiges Gerät, um dann bestimmte Videoangebote über einen UMTS-Kanal mit hoher Übertragungskapazität von seinem Mobilfunkbetreiber zu empfangen.

 

Neue Fernsehstandards wie DVB-H oder T-DMB, die speziell auf Empfangsgeräte mit sehr kleinen Bildschirmen abgestimmt sind, ermöglichen den Fernsehempfang im Sinne von Rundfunk. Das bedeutet, dass mit einer im Handy integrierten Antenne Rundfunksignale aus der Luft aufgefangen werden können, die dort für eine unbegrenzte Zahl von Nutzern zur Verfügung stehen. Eine individuelle Verbindung mit dem Programmanbieter ist also nicht nötig. Dies entspricht demselben Prinzip wie beim Antennenfernsehen daheim.

 

Experten und Marktforscher sind sich relativ sicher, dass diese neuen Rundfunktechniken dem Handy-TV erst wirklich zum Durchbruch verhelfen werden. Auch wenn es weltweit weitere gibt, so sollen hier nur jene drei technischen Möglichkeiten zur Verbreitung von digitalem Fernsehen für Handys dargestellt werden, die in Europa auch tatsächlich eine ernst zu nehmende Rolle spielen.