Der zweite Aufkleber ist schwarz-weiß und bescheinigt dem damit ausgezeichneten Gerät, dass es technisch geeignet ist, die digital über Antenne ausgestrahlten Programme empfangen und darstellen zu können. Der MultiText kann mit diesen Set-Top-Boxen NICHT dargestellt werden, eine Nachrüstung ist nicht möglich. Der Kauf dieser Geräte wird nicht gefördert.
Für diesen Gerätetyp bietet die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG(ORS) bei technischen Problemen Hilfe über deren Telefon-Service an (0820/420 420).
Set-Top-Boxen GANZ OHNE TÜV-Aufkleber
Natürlich werden am Markt auch eine Reihe von Set-Top-Boxen angeboten, die nicht vom TÜV Österreich geprüft sind und dementsprechend keinen der zuvor beschriebenen Aufkleber aufweisen. Keines dieser Geräte kann den MultiText darstellen, sehr wohl bieten diese Geräte aber in der Regel einen digitalen Empfang der Fernsehrprogramme. Sollte es technische Probleme mit diesen Geräten geben, kann die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) über solche nicht-zertifizierten Geräte keine Hilfe über deren Telefon-Service anbieten.
IDTV - TV-Gerät mit integriertem DVB-T-Empfänger
Alternativ zur separaten Set-Top-Box können Sie sich aber auch ein neues Fernsehgerät mit integriertem DVB-T-Empfangsteil zulegen (IDTV). Das bedeutet, dass die Set-Top-Box sozusagen schon in das Fernsehgerät eingebaut ist.
IDTVs wird es voraussichtlich mit (schwarz-weißem) TÜV-Aufkleber. IDTVs mit dem färbigen Aufkleber – also mit Multitext – wird es erst später geben.
Set-Top-Boxen für Zweitgeräte, Videorekorder etc.
Grundsätzlich wird für jedes Empfangsgerät im Haushalt – egal ob Fernseher oder Videorekorder – jeweils eine eigene Set-Top-Box benötigt.
Da die Set-Top-Box in der Regel immer nur ein digitales Fernsehprogramm entschlüsseln kann, muss der Zuseher das Programm, das er schauen möchte, an der Set-Top-Box auswählen. Am Fernsehgerät selbst bleibt dabei immer nur der eine (AV-) Kanal ausgewählt, auf dem der Fernseher das Signal von der Set-Top-Box erhält. Aus diesem Grund kann eine einzige „normale“ Set-Top-Box auch nicht mehrere Geräte (z.B. Fernsehgerät und Videorekorder) gleichzeitig mit unterschiedlichen Fernsehprogrammen versorgen.
Möchten Sie also ein Programm schauen und gleichzeitig ein anderes Programm aufnehmen, dann benötigen Sie jeweils eine Set-Top-Box für den Videorekorder und eine weitere für den Fernseher. Auch Ihr Videorekorder ist ein für analoge Fernsehsignale gebautes Gerät, das die digitalen Signale nicht verarbeiten kann.
Ist Ihnen die Möglichkeit des Aufnehmens von einem Fernsehprogramm bei gleichzeitigem Konsum eines anderen Fernsehprogramms nicht wichtig (weil Sie z.B. den Videorekorder ohnehin nur einschalten, wenn Sie nicht daheim sind), dann reicht eine Set-Top-Box zur Versorgung beider Geräte. Sie würden dann in der Reihenfolge Set-Top-Box, Videorekorder, Fernsehgerät hintereinander mit Antennen- oder Scart-Kabeln verbunden werden.
Bitte fragen Sie im Handel aber zunächst, ob auch Set-Top-Boxen für den DVB-T-Empfang verfügbar sind, die einen Doppel-Empfänger (Twin-Tuner) enthalten. Solche, mit zwei Empfangsteilen ausgerüstete Geräte, können dann auch gleichzeitig zwei unterschiedliche Fernsehprogramme an zwei verschiedene Geräte weiterleiten.
Anschluss der Set-Top-Box
Die Set-Top-Box wird zwischen Antenne und Fernsehgerät installiert. Das Antennenkabel, das bisher direkt in den Antenneneingang am Fernseher eingesteckt war, wird nun in den Antenneneingang an der Set-Top-Box gesteckt. Von der Set-Top-Box wird dann entweder ein weiteres Antennenkabel vom Antennenausgang der Set-Top-Box zum Antenneneingang am Fernsehgerät geführt oder die Set-Top-Box und das Fernsehgerät werden mit einem AV- bzw. Scart-Kabel miteinander verbunden (abhängig davon, ob der Fernseher über eine Scart-Buchse verfügt).
Sind die Geräte über ein Scart-Kabel miteinander verbunden, muss auf der Fernbedienung des Fernsehers nur die AV-Taste gedrückt werden, um das Signal von der Set-Top-Box am Bildschirm zu sehen.
Sind Set-Top-Box und Fernseher über ein Antennenkabel miteinander verbunden, dann muss mit Hilfe des Sendersuchlaufs am Fernseher die Frequenz gefunden werden, auf der die Set-Top-Box ihr Signal an den Fernseher sendet. In der Regel können Set-Top-Boxen dazu ein Testbild aussenden.
Zu Einzelheiten lesen Sie bitte die Bedienungsanleitungen von Set-Top-Box und Fernsehgerät.
IDTVs werden direkt so mit dem Antennenkabel verbunden, wie es bei Ihrem bisherigen Fernsehgerät auch der Fall war.
Antennen
Je nach Stärke des in Ihrem Empfangsgebiet verfügbaren Signals, können Sie für den Empfang des digitalen Antennenfernsehens Ihre (vorhandene) Hausantenne, eine (aktive) Zimmerantenne oder eine kleine Stabantenne (mit Magnetfuß) verwenden.
Die Hausantenne auf dem Dach oder Dachboden wird in den meisten Fällen ohne Veränderung funktionieren. Möglicherweise ist sie aber auf einen Sendemast ausgerichtet, der bald nicht mehr in Betrieb ist. In diesem Fall müsste Ihre Hausantenne auf einen anderen Sendemast ausgerichtet werden. Durch die verbesserten Sende- und Empfangsbedingungen des digitalen Antennenfernsehens, kann in Zukunft auf einige Sendemasten in Österreich verzichtet werden. Einige ältere Hausantennen sind zudem nicht in der Lage, bestimmte Frequenzbereiche (Kanäle zwischen 60 und 69) zu empfangen. Wenn dies auf Ihre Empfangssituation während der Simulcastphase (zeitlich sehr eng begrenzter Parallel-Betrieb von digitalem und analogem Fernsehen) zutrifft, sollten Sie Ihre Hausantenne jedoch (noch) nicht ersetzen. Nach Ende der Simulcastphasen in den Aufschaltungsgebieten werden in den meisten Fällen die Frequenzen für das digitale Fernsehen noch einmal geändert. Dann könnte Ihre vorhandene Hausantenne wieder bestens geeignet sein. Lassen Sie sich hierzu auch im Fachhandel beraten.
Eine Zimmerantenne kann in mittel bis sehr gut versorgten Empfangsgebieten verwendet werden. Allerdings ist der Empfang auch von den baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses und der Umgebung abhängig. Dicke Betonwände in einem niedrig gelegenen Stockwerk eines Hauses erschweren auch beim digitalen Antennenfernsehen den Empfang. Die Zimmerantenne sollte in jedem Fall aktiv sein. Das bedeutet, dass die Empfangseigenschaften der Antenne mit Hilfe von Strom verstärkt werden. Idealerweise müssen Sie dazu nicht ein gesondertes Stromkabel verwenden, sondern haben eine Zimmerantenne erworben, die über die Set-Top-Box mit Strom versorgt werden kann. Set-Top-Boxen mit dem TÜV Österreich-Aufkleber verfügen über entsprechende Anschlüsse. Auch andere Boxen sind dazu häufig in der Lage, Sie sollten sich aber beraten lassen. Zimmerantennen sind in allen möglichen Formen erhältlich. Einige erinnern stark an die alten analogen Antennen. In schwierigen Empfangsumgebungen können sie möglicherweise hilfreich sein. Ansonsten reichen in der Regel die eleganteren DVB-T-Antennen in schlichten Designs (oft sehr flache und kleine, rechteckige Kästchen).
Fingerlange Stabantennen mit Magnetfuß sind nur in sehr gut versorgten Empfangsgebieten tauglich bzw. eher für den Einsatz im Freien gedacht.
Gemeinschaftsantennen
Werden Rundfunksignale in Mehrparteienhäusern oder Wohnanlagen von einer Gemeinschaftsantenne in die Wohnungen geleitet, dann müssen unter Umständen Verteiler ausgetauscht werden. Es muss gewährleistet sein, dass das digitale Signal bis in die Wohnungen gelangt. Es dürfen keine Analog-Wandler (wie zum Beispiel zur Einspeisung des Signals in hauseigene Kabelnetzwerke) eingebaut sein, da dann auch das digitale Signal für den MultiText verloren ginge.