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Das brauchen Sie für digitales Antennenfernsehen

Fernsehgerät

Um einer häufigen Sorge gleich entgegenzuwirken: Für den Empfang des digitalen Antennenfernsehens benötigen Sie kein neues Fernsehgerät! Sie benötigen aber ein zusätzliches Empfangsgerät (Set-Top-Box), das die digitalen TV-Programme für Ihren vorhandenen Fernseher „übersetzt“, da der in den meisten Fällen nur ein Empfangsteil für analog ausgestrahlte Programme enthält. Abgesehen davon gibt es auch Fernsehgeräte im Handel, die bereits eine digitale Empfangseinheit integriert haben, so genannte IDTVs.

 

Hinweis: Auf sehr großen (LCD- oder Plasma-) Flachbildschirmen mit einer Bilddiagonale von mehr als ca. 80 Zentimetern, wird die Auflösung des DVB-T Fernsehbildes unter Umständen nicht als völlig befriedigend empfunden. Diese Beurteilung hängt aber sehr vom Betrachter selbst und vom Abstand zwischen Bildschirm und Betrachter ab. Bei Einhaltung des für große Bildschirme üblichen Betrachtungsabstandes, werden die meisten Nutzer jedenfalls kaum eine Verschlechterung gegenüber dem Bild bei analoger TV-Übertragung feststellen. Es ist aber auch durchaus möglich, dass die Bilddarstellung auf derartig großen Bildschirmen sogar trotzdem als besser empfunden wird, weil sich die deutlich höhere Empfangsqualität von DVB-T positiv auf den Gesamteindruck auswirkt. 

 

Set-Top-Box

Die Set-Top-Box ist ein Empfangsgerät für digitalisierte Rundfunksignale, das die empfangenen Daten in analoge Rundfunksignale zurück verwandelt und diese dann an das vorhandene Fernsehgerät weitersendet. So erhält das Fernsehgerät "gewohnte" Signale, die es als Bild und Ton darstellen kann. Die Auswahl des gewünschten Fernsehprogramms findet nicht mehr mit der Fernbedienung des Fernsehers statt, sondern mit der Fernbedienung der Set-Top-Box. Am Fernsehgerät wird nur noch einmalig der Kanal ausgewählt, auf dem die Set-Top-Box ihre Signale zum Fernseher sendet.

 

Set-Top-Boxen mit TÜV-Aufkleber

Eine Orientierungshilfe für die Auswahl einer Set-Top-Box bieten zwei Aufkleber, die auf solchen Set-Top-Boxen zu finden sind, die vom TÜV Österreich auf ihre Tauglichkeit für den österreichischen Fernsehmarkt getestet wurden.

 

Bunter TÜV-Aufkleber garantiert MultiText-Tauglichkeit

 

Das Bild zeigt einen weißgrundigen rechteckigen Aufkleber. Darauf befindet sich rechts ein kleiner grüner Fernseher mit Augen und lächelndem Mund. Er ist das Symbol für DVB-T: das digitale Antennenfernsehen. Außerdem sind die färbigen Logos von ORF eins, ORF zwei und ATV sowie das färbige Logo des TÜV Österreich zu sehen. Der Text lautet: DVB-T Zertifiziert, MHP MultiText tauglich.
Färbiges TÜV-Zertifikat bedeutet: MultiText tauglich!

 

Der bunte Aufkleber bescheinigt der damit ausgezeichneten Set-Top-Box, dass sie geeignet ist, die digital über Antenne ausgestrahlten Programme einwandfrei empfangen und verarbeiten zu können. Das gilt auch für den MultiText (Nachfolger des Teletext).

Die Set-Top-Boxen mit dem bunten DVB-T/MultiText-Aufkleber gibt es in zwei Ausstattungsvarianten: 

  1. Die interaktive, MHP-fähige Set-Top-Box, die den MultiText (Nachfolger des Teletext) von ORF und ATV empfangen kann und über eine Breitband-Anschlussmöglichkeit an das Internet verfügt (ermöglicht zum Beispiel Abstimmungen zu Fernsehshows direkt mit der Fernbedienung. Voraussetzung ist das Vorhandensein eines Internet-Breitbandzuganges wie chello oder aonSpeed).
  2. Die nicht interaktive, MHP-fähige Set-Top-Box, die den MultiText (Nachfolger des Teletext) von ORF und ATV empfangen kann, aber nicht über eine Breitband-Anschlussmöglichkeit an das Internet verfügt. In Einzelfällen könnte aber bei diesen Boxen eine Buchse zum Einstecken eines Telefonkabels (Modem-Verbindung) vorhanden sein. Damit könnten einfache, interaktive Angebote ebenfalls genutzt werden (Voraussetzung ist das Vorhandensein eines Schmalband-Internetzuganges zur Einwahl per Modem). 

Der bunte Aufkleber selbst gibt keinen Aufschluss darüber, ob die MultiText-fähige Set-Top-Box interaktiv oder nicht interaktiv ausgelegt ist. Befragen Sie dazu bitte Ihren Händler. Für beide Gerätetypen bietet die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) bei technischen Problemen Hilfe über deren Telefon-Service an (0820/420 420). 

 

Die Gutscheinaktion

Bei dieser, direkt mit dem Fachhandel durchgeführten, Förderaktion wurden Kunden beim Kauf einer MultiText-fähigen Box (buntes TÜV-Zertifikat), gegen Vorweis einer bestehenden GIS Meldung, 30 Euro gutgeschrieben.

Diese Fördermaßnahme wurde mit 31.03.2008 beendet. 

Die Grundüberlegung einer solchen Fördermaßnahme lag darin, einen schnellen Marktanschub und damit eine schnellere Preisreduktion bei den MHP-fähigen Boxen-Typen zu bewirken.


Darüber hinaus erhielten alle von der GIS-Gebühr befreiten Haushalte in den Erstempfangsgebieten ein Formular zur Anforderung eines Gutscheins im Wert von 30 Euro für den Erwerb einer MHP-fähigen Set-Top-Box. Erklärt der Haushalt in dem Formular seinen Bedarf für einen solchen Gutschein (weil er mangels Kabelanschluss oder Satelliten-Empfang auf das Antennenfernsehen angewiesen ist), so wird dem Haushalt ein Gutschein zugeschickt. Diese Aktion läuft, je nach Abschaltungstermin und Region bis voraussichtlich 2010.

 

Set-Top-Boxen OHNE MultiText

 

Das Bild zeigt einen schwarz weißen rechteckigen Aufkleber. Darauf befindet sich rechts ein kleiner Fernseher mit Augen und lächelndem Mund. Er ist das Symbol für DVB-T: das digitale Antennenfernsehen. Außerdem sind die Logos von ORF eins, ORF zwei und ATV sowie das Logo des TÜV Österreich zu sehen. Der Text lautet: DVB-T Zertifiziert, nicht MHP MultiText tauglich.

 

Der zweite Aufkleber ist schwarz-weiß und bescheinigt dem damit ausgezeichneten Gerät, dass es technisch geeignet ist, die digital über Antenne ausgestrahlten Programme empfangen und darstellen zu können. Der MultiText kann mit diesen Set-Top-Boxen NICHT dargestellt werden, eine Nachrüstung ist nicht möglich. Der Kauf dieser Geräte wird nicht gefördert.
Für diesen Gerätetyp bietet die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG(ORS) bei technischen Problemen Hilfe über deren Telefon-Service an (0820/420 420).

 

Set-Top-Boxen GANZ OHNE TÜV-Aufkleber

Natürlich werden am Markt auch eine Reihe von Set-Top-Boxen angeboten, die nicht vom TÜV Österreich geprüft sind und dementsprechend keinen der zuvor beschriebenen Aufkleber aufweisen. Keines dieser Geräte kann den MultiText darstellen, sehr wohl bieten diese Geräte aber in der Regel einen digitalen Empfang der Fernsehrprogramme. Sollte es technische Probleme mit diesen Geräten geben, kann die Österreichische Rundfunksender GmbH & Co KG (ORS) über solche nicht-zertifizierten Geräte keine Hilfe über deren Telefon-Service anbieten.

 

IDTV - TV-Gerät mit integriertem DVB-T-Empfänger

Alternativ zur separaten Set-Top-Box können Sie sich aber auch ein neues Fernsehgerät mit integriertem DVB-T-Empfangsteil zulegen (IDTV). Das bedeutet, dass die Set-Top-Box sozusagen schon in das Fernsehgerät eingebaut ist.
IDTVs wird es voraussichtlich mit (schwarz-weißem) TÜV-Aufkleber. IDTVs mit dem färbigen Aufkleber – also mit Multitext – wird es erst später geben.

 

Set-Top-Boxen für Zweitgeräte, Videorekorder etc.

Grundsätzlich wird für jedes Empfangsgerät im Haushalt – egal ob Fernseher oder Videorekorder – jeweils eine eigene Set-Top-Box benötigt.

Da die Set-Top-Box in der Regel immer nur ein digitales Fernsehprogramm entschlüsseln kann, muss der Zuseher das Programm, das er schauen möchte, an der Set-Top-Box auswählen. Am Fernsehgerät selbst bleibt dabei immer nur der eine (AV-) Kanal ausgewählt, auf dem der Fernseher das Signal von der Set-Top-Box erhält. Aus diesem Grund kann eine einzige „normale“ Set-Top-Box auch nicht mehrere Geräte (z.B. Fernsehgerät und Videorekorder) gleichzeitig mit unterschiedlichen Fernsehprogrammen versorgen.

Möchten Sie also ein Programm schauen und gleichzeitig ein anderes Programm aufnehmen, dann benötigen Sie jeweils eine Set-Top-Box für den Videorekorder und eine weitere für den Fernseher. Auch Ihr Videorekorder ist ein für analoge Fernsehsignale gebautes Gerät, das die digitalen Signale nicht verarbeiten kann.
Ist Ihnen die Möglichkeit des Aufnehmens von einem Fernsehprogramm bei gleichzeitigem Konsum eines anderen Fernsehprogramms nicht wichtig (weil Sie z.B. den Videorekorder ohnehin nur einschalten, wenn Sie nicht daheim sind), dann reicht eine Set-Top-Box zur Versorgung beider Geräte. Sie würden dann in der Reihenfolge Set-Top-Box, Videorekorder, Fernsehgerät hintereinander mit Antennen- oder Scart-Kabeln verbunden werden.

Bitte fragen Sie im Handel aber zunächst, ob auch Set-Top-Boxen für den DVB-T-Empfang verfügbar sind, die einen Doppel-Empfänger (Twin-Tuner) enthalten. Solche, mit zwei Empfangsteilen ausgerüstete Geräte, können dann auch gleichzeitig zwei unterschiedliche Fernsehprogramme an zwei verschiedene Geräte weiterleiten.

 

Anschluss der Set-Top-Box

Die Set-Top-Box wird zwischen Antenne und Fernsehgerät installiert. Das Antennenkabel, das bisher direkt in den Antenneneingang am Fernseher eingesteckt war, wird nun in den Antenneneingang an der Set-Top-Box gesteckt. Von der Set-Top-Box wird dann entweder ein weiteres Antennenkabel vom Antennenausgang der Set-Top-Box zum Antenneneingang am Fernsehgerät geführt oder die Set-Top-Box und das Fernsehgerät werden mit einem AV- bzw. Scart-Kabel miteinander verbunden (abhängig davon, ob der Fernseher über eine Scart-Buchse verfügt).

Sind die Geräte über ein Scart-Kabel miteinander verbunden, muss auf der Fernbedienung des Fernsehers nur die AV-Taste gedrückt werden, um das Signal von der Set-Top-Box am Bildschirm zu sehen.

Sind Set-Top-Box und Fernseher über ein Antennenkabel miteinander verbunden, dann muss mit Hilfe des Sendersuchlaufs am Fernseher die Frequenz gefunden werden, auf der die Set-Top-Box ihr Signal an den Fernseher sendet. In der Regel können Set-Top-Boxen dazu ein Testbild aussenden.

Zu Einzelheiten lesen Sie bitte die Bedienungsanleitungen von Set-Top-Box und Fernsehgerät.

IDTVs werden direkt so mit dem Antennenkabel verbunden, wie es bei Ihrem bisherigen Fernsehgerät auch der Fall war.

 

Antennen

Je nach Stärke des in Ihrem Empfangsgebiet verfügbaren Signals, können Sie für den Empfang des digitalen Antennenfernsehens Ihre (vorhandene) Hausantenne, eine (aktive) Zimmerantenne oder eine kleine Stabantenne (mit Magnetfuß) verwenden.

Die Hausantenne auf dem Dach oder Dachboden wird in den meisten Fällen ohne Veränderung funktionieren. Möglicherweise ist sie aber auf einen Sendemast ausgerichtet, der bald nicht mehr in Betrieb ist. In diesem Fall müsste Ihre Hausantenne auf einen anderen Sendemast ausgerichtet werden. Durch die verbesserten Sende- und Empfangsbedingungen des digitalen Antennenfernsehens, kann in Zukunft auf einige Sendemasten in Österreich verzichtet werden. Einige ältere Hausantennen sind zudem nicht in der Lage, bestimmte Frequenzbereiche (Kanäle zwischen 60 und 69) zu empfangen. Wenn dies auf Ihre Empfangssituation während der Simulcastphase (zeitlich sehr eng begrenzter Parallel-Betrieb von digitalem und analogem Fernsehen) zutrifft, sollten Sie Ihre Hausantenne jedoch (noch) nicht ersetzen. Nach Ende der Simulcastphasen in den Aufschaltungsgebieten werden in den meisten Fällen die Frequenzen für das digitale Fernsehen noch einmal geändert. Dann könnte Ihre vorhandene Hausantenne wieder bestens geeignet sein. Lassen Sie sich hierzu auch im Fachhandel beraten.

Eine Zimmerantenne kann in mittel bis sehr gut versorgten Empfangsgebieten verwendet werden. Allerdings ist der Empfang auch von den baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses und der Umgebung abhängig. Dicke Betonwände in einem niedrig gelegenen Stockwerk eines Hauses erschweren auch beim digitalen Antennenfernsehen den Empfang. Die Zimmerantenne sollte in jedem Fall aktiv sein. Das bedeutet, dass die Empfangseigenschaften der Antenne mit Hilfe von Strom verstärkt werden. Idealerweise müssen Sie dazu nicht ein gesondertes Stromkabel verwenden, sondern haben eine Zimmerantenne erworben, die über die Set-Top-Box mit Strom versorgt werden kann. Set-Top-Boxen mit dem TÜV Österreich-Aufkleber verfügen über entsprechende Anschlüsse. Auch andere Boxen sind dazu häufig in der Lage, Sie sollten sich aber beraten lassen. Zimmerantennen sind in allen möglichen Formen erhältlich. Einige erinnern stark an die alten analogen Antennen. In schwierigen Empfangsumgebungen können sie möglicherweise hilfreich sein. Ansonsten reichen in der Regel die eleganteren DVB-T-Antennen in schlichten Designs (oft sehr flache und kleine, rechteckige Kästchen).

Fingerlange Stabantennen mit Magnetfuß sind nur in sehr gut versorgten Empfangsgebieten tauglich bzw. eher für den Einsatz im Freien gedacht.

 

Gemeinschaftsantennen

Werden Rundfunksignale in Mehrparteienhäusern oder Wohnanlagen von einer Gemeinschaftsantenne in die Wohnungen geleitet, dann müssen unter Umständen Verteiler ausgetauscht werden. Es muss gewährleistet sein, dass das digitale Signal bis in die Wohnungen gelangt. Es dürfen keine Analog-Wandler (wie zum Beispiel zur Einspeisung des Signals in hauseigene Kabelnetzwerke) eingebaut sein, da dann auch das digitale Signal für den MultiText verloren ginge.

Der TÜV Aufkleber.

Was bedeutet das bunte Pickerl?

Hier finden Sie eine Auflistung der zertifizierten Boxen, die MHP unterstützen und somit den MultiText lesen können.

Interaktive Landkarte informiert über die DVB-T Empfangsgebiete

Das Bild zeigt eine Landkarte Österreichs mit dunkelblauen, hellblauen und weißen Einfärbungen.
Suche mit Postleitzahl oder Wohnort

Die Landkarte färbt sich dunkel-, mittel- oder hellblau oder weiß. Die Blautöne bedeuten: DVB-T Empfang mit Zimmer-, Außen- oder Dachantenne möglich. Weiß bedeutet, dass DVB-T erst später verfügbar wird.

Hier geht´s zur Landkarte auf www.dvb-t.at: