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Einführung zum digitalen Antennenfernsehen

Mehr Programme, besserer Empfang und der Teletext der Zukunft

Das über Antenne empfangbare Fernsehen wird in Österreich seit Herbst 2006 schrittweise von Region zu Region digital. Insgesamt wird der Umstellungsprozess drei bis vier Jahre dauern, doch schon in der ersten Phase empfangen die österreichischen Haushalte in Wien und den Landeshauptstädten seit dem 26. Oktober 2006 digitales Antennenfernsehen (DVB-T). Das entspricht in etwa 70 Prozent aller österreichischen Fernsehhaushalte. In diesen Regionen werden die bisherigen analogen Fernsehsignale nur noch in einer Übergangsphase parallel zum digitalen Antennenfernsehen angeboten.

 

Am 5. März 2007 begann die Abschaltung des analogen Antennenfernsehens im Westen mit der Sendeanlage Pfänder in Bregenz und setzte sich im Verlauf des Jahres in Richtung Osten fort. Am Ende der ersten Umstellungswelle stand die Abschaltung des analogen Antennenfernsehen in Wien am 22. Oktober 2007.

Wenn später in den stärker ländlich geprägten Gebieten ebenfalls das digitale Antennenfernsehen aufgeschaltet wird, werden auch dort die bisherigen analogen Fernsehsignale nur noch in einer kurzen Übergangsphase parallel zu den neuen, digitalen Signalen verfügbar sein.

  

DVB-T bringt sechs Fernsehprogramme!

Seit 22. Oktober 2007 sind folgende Programme  in den österreichischen Ballungsräumen und in deren Umgebung digital über Antenne zu empfangen: ORF 1, ORF 2, ATV, Puls 4, 3 Sat und ORF Sport Plus.

Die österreichische Kommunikationsbehörde (KommAustria) hat die Kriterien festgelegt, nach denen die ORS die Auswahl unter den Bewerbern zu treffen hatte. Demnach muss dass gesamte Bouquet von DVB-T eine echte Programm- und Meinungsvielfalt darstellen und sich an der Konsumentennachfrage orientieren. Die einzelnen Programme sollen einen nennenswerten Eigenproduktionsanteil und inhaltlich einen Österreichbezug aufweisen.

 

Neu, schön und besser: der MultiText

Die Digitalisierung der Übertragungstechnik ermöglicht neue oder erheblich verbesserte Fernseh-Zusatzangebote wie den MultiText als deutlich attraktiveren Nachfolger des bisherigen Teletextes. Optisch haben beide Produkte praktisch keine Ähnlichkeit mehr. Inhaltlich kann der MultiText nicht zuletzt durch die Darstellung von Fotos und Grafiken sogar einiges mehr bieten. Ausführlich stellen wir Ihnen den MultiText, den derzeit der ORF und ATV anbieten, im Menüpunkt Zusatzangebote vor.

 

Warum digitales Antennenfernsehen mehr kann

Während das bisherige analoge Antennenfernsehen für jedes Programm einen eigenen Rundfunkkanal benötigt, können beim digitalen Antennenfernsehen bis zu vier Programme in guter Qualität auf einem Kanal übertragen werden.

 

Die Video- und Tonsignale eines TV-Programms werden dazu in digitale Daten umgewandelt und dann noch einmal sehr stark reduziert (komprimiert). Die daraus entstehende digitale Datenmenge benötigt nur noch etwa ein Viertel der Transportkapazität eines TV-Kanals, ohne dass dabei Einschränkungen in der Bildqualität hingenommen werden müssten. Also bleibt noch genug Platz für zwei oder drei weitere, komprimierte Fernsehprogramme auf dem gleichen Kanal. Das digitale Empfangsgerät (eine Set-Top-Box oder ein moderner Fernseher mit integriertem DVB-T-Empfänger) entbündelt die digitalen Daten auf dem Rundfunkkanal und ordnet sie so, dass daraus wieder drei oder vier einzelne Fernseh-programme werden.

 

Neben den Ton- und Videodaten der TV-Programme können aber auch andere Angebote in dem Datenstrom mitgesendet werden. Das können beispielsweise Radioprogramme sein oder der neue MHP MultiText. Auch Verkehrsinformationen, die dann am Display der Autoradios aufscheinen, wären leicht unterzubringen.

 

Für das Antennenfernsehen in Österreich ist diese viel effizientere Ausnutzung der nur begrenzt zur Verfügung stehenden TV-Kanäle ein großer Vorteil. Aufgrund seiner geografischen Lage in Europa und der relativ kleinen Fläche des Staatsgebietes, bedarf es einer sehr genauen Abstimmung mit den Nachbarländern darüber, wer wo welche Kanäle für die Verbreitung von Antennenfernsehen nutzt. So bleiben für Österreich und seine Nachbarn jeweils nicht sehr viele nutzbare TV-Kanäle übrig. Wenn über die österreichischen Kanäle nun mehr als nur jeweils ein Fernsehprogramm ausgestrahlt werden kann, dann öffnet sich damit der Weg zu mehr Programmvielfalt auch beim Antennenfernsehen.

 

Wen die Digitalisierung des Antennenfernsehens betrifft

Der Fernsehempfang über Antenne spielt in Österreich noch eine verhältnismäßig große Rolle, obwohl die Haushalte, die ihr wichtigstes oder einziges Fernsehgerät nur mit dem Empfang über Antenne versorgen, längst in der Minderheit sind. Etwa 9 Prozent der Fernsehhaushalte nutzen ausschließlich diesen Empfangsweg.

Jedoch ist der Antennenempfang auch für all jene Haushalte wichtig, die ansonsten analoges Satellitenfernsehen schauen. Da ORF 1, ORF 2 und ATV nur über digitales Satellitenfernsehen und unter Verwendung der „ORF Digital-Karte“ zu empfangen sind, sind die Haushalte mit analogem Satellitenfernsehen darauf angewiesen, ORF 1, ORF 2 und ATV über eine Dach- oder Zimmerantenne zu empfangen. Diese Haushalte werden auch als „Hybrid-Haushalte“ bezeichnet.

Addiert man also Haushalte mit ausschließlichem Antennenempfang mit den so genannten Hybrid-Haushalten, so kommt man auf eine Zahl von etwa 1,3  Millionen Haushalten in Österreich, für die der Antennenempfang noch von großer Bedeutung ist. Dabei sind Zweitgeräte mit Antennenempfang in Schlafzimmern oder Ferienwohnsitzen noch gar nicht berücksichtigt.

 

Interaktive Landkarte informiert über die DVB-T Empfangsgebiete

Das Bild zeigt eine Landkarte Österreichs mit dunkelblauen, hellblauen und weißen Einfärbungen.
Suche mit Postleitzahl oder Wohnort

Die Landkarte färbt sich dunkel-, mittel- oder hellblau oder weiß. Die Blautöne bedeuten: DVB-T Empfang mit Zimmer-, Außen- oder Dachantenne möglich. Weiß bedeutet, dass DVB-T erst später verfügbar wird.

Hier geht´s zur Landkarte auf www.dvb-t.at: