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Zusatzangebote im digitalen Kabelfernsehen

Aus technischer Perspektive ist zu sagen, dass das Kabel für einen speziellen Aspekt der Rundfunkdigitalisierung besonders gut geeignet ist: nämlich für die „volle“ Interaktivität. Der Grund dafür ist, dass der Rückkanal, der die Kommunikation vom Konsumenten zum TV-Anbieter oder Kabelnetzbetreiber ermöglicht, im Kabelnetz praktisch integriert ist. Über das Kabel können Audio- und Videosignale sowie jede Art von Daten nicht nur zum Konsumenten transportiert werden, der Konsument selbst kann vielmehr über dasselbe Kabel derartige Signale selbst auch aussenden. Diese Rückkanalfunktionalität ermöglicht auch die oft im Zusammenhang mit dem Kabel angebotenen Breitband-Internetdienste oder Festnetztelefonie.

Um genau zu erfahren, welche Dienste in Ihrem Kabelnetz angeboten werden, kontaktieren Sie bitte Ihren Kabelanbieter (siehe Kasten rechts).

 

Die Themen auf dieser Seite

Der MultiText, der Nachfolger des Teletextes

Schon eine Vielzahl an Kabelnetzbetreibern bietet MHP-Zusatzdienste wie den MultiText im Kabelnetz an. Der MultiText, der von ORF und ATV anlässlich der Digitalisierung des Antennenfernsehens konzipiert wurde ist mittlerweile schon in vielen Kabelnetzen verbreitet. Somit kommen auch Kabelnetz-Kunden in den Genuß dieses multimedialen Dienstes. Eine Liste der Kabelnetzbetreiber, die den MultiText anbieten, finden Sie hier

 

Zu den optisch wichtigsten Merkmalen des MultiTextes gehört, dass die Textinformationen in deutlich besser lesbaren Schriftarten erscheinen und mit informativen Fotos und Grafiken ergänzt werden können. Das neue Produkt ist ebenso gestaltet, wie etwa eine Internetseite. Eine weitere wichtige Eigenschaft des MultiTextes beendet eine Einschränkung, die am herkömmlichen Teletext oft bemängelt wurde: Nutzer des MultiTextes müssen nicht mehr auf das Fernsehbild verzichten, denn das läuft im verkleinerten Maßstab am Bildrand weiter (im Beispielbild der Eisbär).

Sind die Daten des Multitextes einmal auf einem dafür geeigneten, also MultiText-fähigen Empfangsgerät geladen, dann geht auch das Aufrufen der gewünschten Seite in der Regel um einiges schneller, als dies beim bisherigen Teletext nach Eingabe der dreistelligen Seitenzahl der Fall ist.

Da der MultiText auch bewegte Grafiken zulässt, sind sogar Spiele als Unterhaltungsangebot möglich. Mehr Information zu MultiText finden sie im Spezial: MultiText.

 

Die Geräte zum Empfang von DVB-C mit MultiText werden direkt von den Kabelnetzbetreibern angeboten, die untenstehende Liste soll Ihnen dabei helfen, den Kablenetzbetreiber Ihrer Wahl zu finden.

 

Es wird die Startseite des MHP MultiText des ORF gezeigt. Auf silbergrauem Hintergrund sind drei durchscheinend blau gefärbte Kästen angeordnet. In der oberen Hälfte stehen zwei Kästen nebeneinander. Der linke Kasten enthält sechs Zeilen mit den Themenangeboten des MultiText. Dazu gehören News, Wetter, Sport , Sendungshinweise oder Spiele. Die Angebote kann man mit den Pfeiltasten und der OK-Taste der Fernbedienung auswählen, um dann mehr dazu zu lesen. Im Kasten rechts ist das laufende Fernsehbild der gerade geschauten Sendung zu sehen. Der dritte Kasten nimmt die ganze Breite der unteren Bildhälfte ein. Rechts kann man in vier Zeilen die Überschriften der aktuellsten Nachrichtenmeldungen lesen. Das Foto rechts gehört zum jeweiligen News Bericht.
Startseite des ORF OK Portals

 

 

Das Bild zeigt eine Beispielseite des Multitext von ATV. Im Beispiel wurde das Portal zu "Bauer sucht Frau" angewählt. Wenn man das Bilder des einzelnen Darstellers auswählt, bekommt man genaue Informationen zu diesem.
Das MultiText-Portal zu "Bauer sucht Frau" von ATV

  

Elektronische Programmzeitschrift für das Fernsehgerät

Auf der technischen Basis des MultiTextes wird außerdem ein so genannter Electronic Program Guide (EPG) angeboten, der die über DVB-T empfangbaren Programme bequem nach Sendernamen (Z.B. ORF1 oder ATV, heute, morgen, …), nach Sendezeiten (z.B. alle Sendungen um 20 Uhr 15) oder nach Sendungsart (z.B. alle Nachrichten, alle Spielfilme etc.) anzeigen kann.

 

Screenshot verschiedener Portal Seiten

  

Near Video on Demand

Beim Near Video on Demand (genau übersetzt: „Videos beinahe auf Abruf“) handelt es sich um eine Plattform, auf Basis derer sich der Fernsehkonsument entgeltlich einen Film aussuchen und „freischalten“ lassen kann. Das Near Video on Demand unterscheidet sich vom echten Video on Demand dadurch, dass die Abspielzeit an bestimmte, vom Anbieter festgelegte Uhrzeiten gebunden ist. So wird zum Beispiel halbstündlich oder stündlich ein Film begonnen. Die Bestellung erfolgt entweder per Fernbedienung der Set-Top-Box durch Auswahl aus einem am Bildschirm dargestellten Menü (die Set-Top-Box sendet einen Freischaltungsbefehl über das Kabel an den Kabelanbieter) oder über Telefon- oder E-Mail-Bestellung. Abgerechnet wird dieses Zusatzservice meist über die monatliche Rechnung.

 

Video on Demand

Hier sind Sie so flexibel, wie Sie es wollen. Beim echten „Video auf Abruf“ können Sie aus einem am Bildschirm dargestellten Menü ein Videoangebot wählen und es auf Knopfdruck jederzeit empfangen. Ihren Wunschfilm bestellen Sie interaktiv via Fernbedienung!

Die Set-Top-Box sendet einen Freischaltungsbefehl über das Kabel an den Anbieter. Die Zeitspanne vom Zeitpunkt der Bestellung bis zum Start des Filmes dauert in der Regel weniger als zehn Sekunden. Die Abrechnung erfolgt zumeist pro Film auf die laufende monatliche Rechnung.

Diese interaktive Form des Video on Demand mit Hilfe der Fernbedienung wird noch recht selten angeboten oder befindet sich im Testbetrieb. Es ist aber zu erwarten, dass schon bald immer mehr Anbieter derartige Services über das Kabel verfügbar machen werden.

Alternativ zur Variante der Bestellung per Fernbedienung kann auch hier die Bestellung per Telefon angeboten werden.

 

Pay TV

Als Pay TV („Bezahlfernsehen“) bezeichnet man ein System, das es möglich macht, bestimmte TV-Programmpakete kostenpflichtig zu empfangen. Ob in Ihrem Kabelnetz solche Pay-TV-Angebote verfügbar sind, erfragen Sie bitte direkt bei Ihrem Netzbetreiber.

 

Digitales Radio

Über digitalen Kabelempfang wird auch eine große Fülle an Radiosendern aus der ganzen Welt ausgestrahlt. Darunter übrigens auch sämtliche Regionalradios des ORF.

 

Internet und Festnetz-Telefonie

Einige Kabelanbieter, insbesondere in die größeren, bieten auch gleichzeitig Breitband-Internetdienste an. Gegen eine höhere monatliche Gebühr können Sie so direkt über Ihre Kabelleitung in hoher Geschwindigkeit im World Wide Web surfen. Diese zusätzlichen Internetservices sind ebenso durch die Rückkanalfunktionalität des Kabels möglich, wie das von manchen Kabelnetzbetreibern angebotene Festnetz-Telefon.