Satellitenempfang ist die am weitesten verbreitete Empfangsart für Fernsehen in Österreich. Fast die Hälfte aller TV-Haushalte, also mehr als 1,5 Millionen, verfügt über die „Schüssel“ auf dem Dach, am Balkon oder im Garten.
Die überwiegende Anzahl der Satelliten-Schüsseln in Privathaushalten sind auf Satelliten der Betreiber SES Astra oder Eutelsat/Hotbird ausgerichtet.
Auch was die Digitalisierung betrifft, ist das Satellitenfernsehen am weitesten fortgeschritten: Bereits mehr als ein Drittel der SAT-Haushalte empfangen Digital-TV – eben DVB-S. Mittlerweile sind im Handel eigentlich nur noch digital-taugliche Receiver bzw. Set-Top-Boxen für Satellitenempfang erhältlich.
DVB-S bietet unschlagbare Programmvielfalt
Einer der Hauptgründe für diese starke Verbreitung des digitalen Satellitenfernsehens ist sicher die schlichtweg unschlagbare Programmvielfalt mit hunderten TV-Programmen – bei einmaligen Anschaffungskosten und ohne laufende Gebühren.
Zudem ist DVB-S praktisch überall empfangbar – auf dem Balkon einer Stadtwohnung ebenso wie in entlegenen Gebieten – vorausgesetzt, dass städtebauliche Bestimmungen die Montage einer SAT-Schüssel nicht verhindern, oder hohe Berge oder Gebäude eine Verbindung zum Satelliten unmöglich machen.
Seit 2001 ist es den österreichischen Fernsehhaushalten auch möglich, österreichische Programme direkt über den digitalen Satelliten zu beziehen (TV- und Radio des ORF inklusive aller Regionalfenster, ATV, TW1, gotv), was viele vorherige Nutzer von analogen Satellitenempfangsanlagen zum Umstieg auf digitalen Satellitenempfang bewogen haben dürfte.
Zusätzlich bieten deutsche Privatsender, die bereits seit fast zehn Jahren österreichische Werbefenster ausstrahlen, über Digital-Satellit auch österreich-spezifische Programmformate an. Das Spektrum bei diesen Sendungen reicht von Dauerwerbesendungen, Chart-Shows bis hin zu täglichen Newsformaten im Hauptabendprogramm. Zur Zeit sind die Österreich-Versionen der deutschen Privatsender unverschlüsselt und kostenlos über Digital-Satellit zu empfangen.
