Empfangen werden die von Satelliten in der Erdumlaufbahn abgestrahlten TV-Signale von der bekannten „Schüssel“, dem Parabolspiegel der Satellitenempfangsanlage. Sie ist zumeist am Dach oder Balkon so befestigt, dass eine direkte Verbindung zum Satelliten sicher gestellt ist.
In der tatsächlichen Empfangseinheit, dem vor der Schüssel angebrachten „LNB“, werden die Signale gebündelt empfangen und an den Satelliten-Receiver bzw. an die Set-Top-Box weitergeleitet.
Bei entsprechender Verlegung der Kabel im Haushalt kann eine Vielzahl von Fernsehgeräten samt SAT-Receivern an eine „Schüssel“ angeschlossen werden. So werden oft ganze Häuser mit solchen SAT-Gemeinschaftsanlagen versorgt.
Mit einer in die DVB-S Set-Top-Box integrierten Verschlüsselungssoftware
(zB in Österreich: Cryptoworks) und der dazugehörigen Entschlüsselungs-karte (ORF-Digital-Karte) zum Einschub in die Set-Top-Box, können die TV-Programme des ORF (inklusive aller ORF-Regionalfenster) sowie ATV über Digital-Satellit empfangen werden. Einige österreichische Proigrammangebote sind auch unverschlüsselt über Digital-Satellit zu empfangen. Darunter sind etwa der österreichische Musiksender gotv, der ORF Spartensender TW1 sowie ORF2 Europe und zahlreiche österreichische Hörfunkprogramme.
Satellit ist primär für Fix-Empfang geeignet
Diese Erfordernisse bei der Installation einer Satellitenempfangsanlage machen eine mobilen bzw. portablen (also „tragbaren“) TV-Empfang so gut wie unmöglich – Satellitenfernsehen eignet sich also vor allem zur stationären, örtlich gleich bleibenden, Versorgung von TV-Geräten.
Die Satellitenbetreiber arbeiten jedoch bereits an technischen Lösungen, mit denen schon bald der mobile Satellitenempfang möglich gemacht werden soll. Diese Erweiterung des SAT-Empfangs wird sicher in einigen Jahren Realität sein.
Jeder digitale SAT-Receiver kann grundsätzlich alle Programme, die von dem angepeilten Satelliten abgestrahlt werden, empfangen. Dennoch sind viele dieser empfangenen Programme nicht ohne zusätzliche Maßnahmen am TV-Gerät darstellbar. Der Grund dafür: Die Verbreitung dieser Programme erfolgt verschlüsselt.
Das bedeutet: Nur jene TV-Konsumenten, die auch über das jeweils passende Entschlüsselungssystem verfügen, können diese Programme auch tatsächlich sehen. Das Entschlüsselungsprogramm ist entweder in den SAT-Receiver eingebaut („embedded“) oder es kann nachträglich in Form eines kleinen Gerätes in den dafür vorgesehenen Schacht am SAT-Reiver geschoben werden – diesen Schacht nennt man „Common Interface“ („Gemeinsame Schnittstelle“), weil dort alle gängigen Entschlüsselungssysteme hineinpassen.
Schließlich wird die Entschlüsselungskarte ("Smart Card") in den dafür vorgesehenen Schacht eingeschoben, die entsprechenden verschlüsselten TV-Programme sind dann freigeschaltet.
Verschiedene Verschlüsselungssysteme sind im Einsatz
Verschiedene Programmanbieter nutzen verschiedene Verschlüsselungssysteme. Die in Österreich gängigen sind Cryptoworks, verwendet von ORF und ATV, und Nagravision, verwendet vom Pay-TV-Anbieter Premiere Österreich. Eine ORF-Digital-Enschlüsselungskarte („Smartcard“) erhält man im Handel oder direkt beim ORF gegen einen Nachweis, dass der jeweilige Haushalt sein TV-Gerät bei der GIS angemeldet hat. Die Smartcard für Pay-TV-Sender erhält man im Handel oder direkt vom Pay-TV-Anbieter bei Abschluss eines Abonnements.
Nähere Informationen zu den verschiedenen Verschlüsselungssystemen finden Sie hier.
